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Reviews - Sniper: Ghost Warrior
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Sniper: Ghost Warrior
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von Tom D. vom 06.07.10, 08:32 Uhr
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Der etwas andere Ego-Shooter!
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Wenn man den Namen City Interactive hört, dann denkt man an „Terrorist Takedown“. Der Shooter war kein Totalreinfall, kam über das Mittelmaß aber nicht hinaus. Jetzt hat der Publisher mit „Sniper: Ghost Warrior“ einen neuen Ego-Shooter auf den Markt gebracht. Was hat man also zu erwarten? Das Setting und das Spielgefühl machen auf jeden Fall einen sehr interessanten Eindruck. Denn nur die wenigsten Spiele behandeln das Thema Scharfschütze derart ausführlich. Wir haben uns für euch die Büsche geschlichen und Feinde aus mehreren 100 Metern Entfernung aufs Korn genommen. Unser Kurztest deckt die positiven sowie auch negativen Seiten von „Sniper: Ghost Warrior“ auf.
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Screenshots zu Sniper: Ghost Warrior
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IN DER RUHE LIEGT DIE KRAFT
Die Story ist eigentlich keine Erwähnung wert, da sie bereits nach Minuten in die Bedeutungslosigkeit versinkt. Von einem normalen Ego-Shooter erwartet man sicherlich keine erzählerischen Wunder, aber gerade das Leben eines Scharfschützen hätte genügend Stoff für eine neue Geschichte geliefert. Aber sei’s drum, solange die Action stimmt, will man sich auch gar nicht aufregen. Und in der Tat, anfangs hinterlässt das Gameplay einen recht interessanten Eindruck. Als Scharfschütze bewegt man sich durch den dichten Dschungel, um sich seinem Hauptziel zu nähern.
Bevor aber die erste richtige Mission ansteht, kann man sich erst einmal im Trainingscamp ein wenig warm schießen und schleichen. Da der Spieler aber kein Greenhorn ist, wurde das Tutorial so gestrickt, dass man den Frischlingen zeigt, wie man es richtig macht. Anfangs scheint „Sniper: Ghost Warrior“ nur ein normaler Shooter zu sein. Mit dem MG ein bisschen schießen, Granaten werfen und sich in die Hocke begeben. Mit dem Einsatz des Scharfschützen-Gewehres erhält der Shooter dann aber relativ fix seine Eigenständigkeit. Denn um ein Ziel zu treffen, muss man zusätzlich Windverhältnisse und Entfernung berücksichtigen.
Hat man nicht gerade den höchsten Schwierigkeitsgrad ausgewählt, hilft einem ein kleiner roter Kreis bei der Berechnung der Windverhältnisse. Auf Knopfdruck kann die Spielfigur ihren Atem anhalten, damit das Zielen einfacher von der Hand geht. Man braucht dabei eigentlich nicht mehr zu erwähnen, dass man in der Liegeposition deutlich besser trifft als im stehenden Zustand. Auch wenn sich „Sniper: Ghost Warrior“ ein wenig anders spielt, orientiert sich die Steuerung am Shooter-Standard, was aber als positiv zu bewerten ist.
Einen weniger guten Eindruck hinterlässt da leider die künstliche Intelligenz. In den meisten Missionen bewegt sich der Spieler durch dichte Vegetationen, um seinem Hauptziel immer näher zu kommen. In der Zwischenzeit muss man es aber immer wieder mit normalen Feindsoldaten aufnehmen. Dank der dichten Vegetation ist man eigentlich mehr als ausreichend geschützt, wovon sich aber nicht jeder Soldat beeindrucken lässt. Während man sich vor dem einen Gegner perfekt verstecken kann, und ihn aus der Deckung heraus erledigt, wird man von einem anderen Gegner auf hundert Meter Entfernung entdeckt. Da könnte man sich selbst unter einem Stein verstecken und die KI-Bande eröffnet trotzdem das Feuer. Erschreckenderweise treffen die KI-Soldaten dann auch noch. Da fragt man sich, wer hier eigentlich der professionelle Scharfschütze ist. Da die KI die eigentlich unterhaltsamen Schleicheinlagen immer wieder mit unrealistischen Entdeckungen kaputtmacht, bleibt der Spielspaß etwas auf der Strecke. Bleibt ja noch der Multiplayer-Modus. Aber der kommt über das Mittelmaß nicht hinaus. Warum? Weil hier wirklich nur Camper unterwegs sind, und diese den Spielspaß bereits bei anderen Shootern immer wieder schmälern.
Da weiß das Level-Design schon um einiges mehr zu gefallen. Denn hier schickt man den Spieler nicht durch geradlinige Levels. Vielmehr bekommt man bei jeder Mission eine große offene Welt, in der immer mehrere Wege zum Ziel führen. Ein kleiner Wegweiser zeigt dem Spieler stets die Entfernung zum nächsten Missionsziel. Mit einer Spielzeit von gut 8 Stunden kann sich „Sniper: Ghost Warrior“ durchaus sehen lassen, zumal die Spielzeit bei jedem Spieler anders ausfallen dürfte. Denn der eine legt sich für 5 Sekunden hin, drückt ab und rennt weiter, während der andere erst einmal fünf Minuten lang sein Ziel ausspioniert, um es dann im richtigen Moment auszuschalten. Trifft man einen Gegner im Kopf, wird es blutig. Denn dann schaltet das Spiel in eine Art Bullet-Cam und verfolgt die Kugel bis zum Ziel-Einschlag. Sicherlich harter Stoff, der nicht in Kinderhände gehört. Sinnfreie Splatter-Einlagen hat man in „Sniper: Ghost Warrior“ aber nicht zu befürchten, weshalb die „ab 18“-Freigabe für eine ungeschnittene Fassung vollkommen berechtigt ist.
Die bereits erwähnten Dschungelgebiete hinterlassen grafisch einen wirklich guten Eindruck. Erst bei einer näheren Betrachtung wird klar, dass hier auch nicht alles Gold ist was glänzt. Die Schatten sehen mit ihrer groben Pixelbildung hässlich aus und oftmals entdeckt man eine matschige Textur. Außerdem ruckelt das Spiel gerne mal, was den Spielspaß aber nicht wirklich ausbremst. Die dichte Vegetation und die enorme Weitsicht bügeln die genannten Fehler aber wieder größtenteils aus. Selten hat man in einem Ego-Shooter einen derart dichten Dschungel gesehen. Die Waffenmodelle lassen erkennen, dass die Entwickler bei der Modellierung mit sehr viel Liebe zum Detail vorgegangen sind. Der Sound hinterlässt ebenfalls einen sehr soliden Eindruck. Er kann zwar nicht mit amerikanischen Blockbustern der Marke „Call of Duty“ mithalten, sorgt aber dennoch für passende Scharfschützen-Unterhaltung. Zumal die Soundeffekte der diversen Scharfschützengewehre authentisch klingen.
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Trailer zu Sniper: Ghost Warrior
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Fazit zu Sniper: Ghost Warrior
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Für mich war „Sniper: Ghost Warrior“ bereits im Vorfeld ein sehr interessanter Shooter, da die Thematik Scharfschütze in Videospielen eher selten verwendet wird. Umso erfreuter war ich, dass die Entwickler das Projekt nicht in den Sand gesetzt haben. Sicherlich ist man von einer Traumwertung meilenweit entfernt, doch trotzdem ist „Sniper: Ghost Warrior“ ein solider Shooter geworden. Die Story ist zwar keine Erwähnung wert und die KI strapaziert oftmals die Nerven, doch dafür überzeugen das Leveldesign und die akkurate Berücksichtigung von Entfernung und Windverhältnisse, wenn es darum geht, einen Gegner zu eliminieren. In anderen Spielen werden innerhalb von Sekunden etliche Gegner über den Haufen geschossen. Hier muss man sich im Busch verstecken, die Lage analysieren und dann erst den finalen Schuss setzen. Ihr steht auf schnelle Shooter-Action? Dann sucht euch lieber einen anderen Vertreter des Genres. Wer dagegen in Multiplayer-Matches immer wieder einen Vollblut-Camper markiert und seine Gegner immer aus dem Hinterhalt erledigt, dürfte mit „Sniper: Ghost Warrior“ sein Spiel gefunden haben.
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Screenshots zu Sniper: Ghost Warrior
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Kommentare zu Sniper: Ghost Warrior
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